Sturmtief „Friederike“ trifft das Stadtgebiet Bückeburg- Feuerwehren im Dauereinsatz

Auch das Bückeburger Stadtgebiet blieb von dem Sturmtief „Friederike“ mit Geschwindigkeiten um die 126 Km/h nicht verschont. So dass bereits gegen 12:00 Uhr die ersten Kräfte alarmiert wurden um Sturmschäden zu beseitigen.

Da die Integrierte Rettungsleitstelle in Stadthagen bereits zu diesem Zeitpunkt schon alle Hände voll zu tun hatte, wurde im Feuerwehrhaus Bückeburg durch die ELW-Gruppe der Stadtfeuerwehr eine Örtliche Einsatzleitung errichtet. Alle Einsätze im Stadtgebiet wurden hierrüber koordiniert und gemanagt.

„Durch die Feuerwehren mussten zahlreiche Bäume, die auf Häuser und Straßen gestürzt sind entfernt werden. Des Weiteren wurden diverse Sicherungsmaßnahmen durch die Feuerwehr unternommen.“ so der Pressesprecher der Feuerwehr Bückeburg, Moritz Gumin.

Kurzer Überblick von einem Teil der Einsätze

In der Straße „Am Hofgarten“ waren zwei Bäume auf die Straße gestürzt. Da hier das Gefahrenrisiko für die Einsatzkräfte zu hoch war, wurde die Einsatzstelle durch die Polizei und den Bauhof abgesperrt.

Auf der Bundesstraße B65 kam es ebenfalls zu mehreren umgestürzten Bäumen. Durch die Feuerwehr wurde der Fahrbahnbereich wieder freigeräumt. Gerade als die Einsatzkräfte einrücken wollten stürzte nur knapp vor einem PKW ein Baum auf die Fahrbahn. Durch die Polizei wurde umgehend aufgrund der hohen Gefahr eine Vollsperrung der B65 in Richtung Bückeburg durchgeführt. Durch die Feuerwehr wurde dieser Bereich geräumt – hierbei stand durchgehend ein Kamerad als Sicherungsposten um den Bereich zu überwachen.

In der Trompeter Straße mussten Dachziegel welche runterfallen zu drohten durch die Feuerwehr gesichert werden, hierfür wurde die 4-teiliege Steckleiter vom LF16/12 eingesetzt.

Im Ortsteil Scheie war eine Große Tanne auf die Straße gestürzt und musste durch die Feuerwehr entfernt werden. Hierfür wurde die Hauptstraße kurzzeitig voll gesperrt.

Eine Tanne war in der Dorfstraße gegen einen Balkon eines Wohnhauses gedrückt, da hier keine weitere Gefahr bestand wurde die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben.

Im Stadtteil Petzen drohte ein Baum auf ein Objekt zu fallen, mittels Mehrzweckzug wurde die Gefahr gebannt und der Einsatz war beendet.

Ein weiteres trauriges Highlight war, dass im Harrl zur Hochzeit des Sturmes völlig sorglose Spaziergänger angetroffen wurden. Die Feuerwehr wurde gerufen aus Angst das den Spaziergängern etwas auf dem Kopf fällt. Das Betreten eines Waldes ist bei Sturm gefährlich, da Bäume umstürzen können und auch Teile des Baumes unvorhersehbar herunterfallen können. Bitte vermeiden sie in Zukunft bei Sturm den Wald zu Betreten.

Durch die Feuerwehren der Stadt Bückeburg wurden am gestrigen Tag in der Zeit von 12:00 bis 19:00 Uhr rund 40 Einsatzstellen abgearbeitet. Ein Dank geht an die Familien und Arbeitgeber der Einsatzkräfte die mal wieder auf den Mann oder die Frau verzichten mussten.

Tragischerweise sind zwei Feuerwehrkräfte beim Ausüben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in Nordrhein-Westfalen und Thüringen ums Leben gekommen.                                                                        Die Feuerwehren der Stadt Bückeburg wünscht den Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Text/Bild: M. Gumin, Feuerwehr Bückeburg, Feuerwehr Bückeburg