2 Dachstuhlbrände an einem Morgen

 

Am frühen Sonntag morgen gegen 3:40 wurden die Feuerwehren Stadthagen und Enzen zu einem Wohnungsbrand in die Stadthäger Innenstadt gerufen. Vor Ort konnte man schon eine starke Rauchentwicklung aus Fenstern im 2. Obergeschoss feststellen. Zügig wurde ein Innenangriff mit Feuerwehrleuten unter Atemschutz und ein außenangriff über die Hubrettungsbühne eingeleitet. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden bereits von der Polizei aus dem Haus gebracht. Von den insgesamt 9 Betroffenen war einer schwerverletzt und wurde in ein Krankenhaus transportiert. Aufgrund der Anzahl der betroffenen wurde für den Rettungsdienst ein Massenanfall von Verletzten (MANV10) ausgelöst. Durch die Feuerwehr wurde in der Brandwohnung noch eine Leblose Person gefunden, die vor Ort vergeblich reanimiert wurde.

Aufgrund der engen Bebauung in der Stadt, war es schwierig an das Gebäude heranzukommen. Aus diesem Grund wurde die Drehleier der Feuerwehr Bückeburg nachalarmiert. Die Trupps unter  Atemschutz haben das Feuer in der Wohnung gelöscht und teile der Decke geöffnet um auch dort das Feuer zu löschen. Außerdem wurden teile vom Dach abgedeckt, um dort auch alle Glutnester zu löschen. Um mehr Kräfte und vor allem Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben, wurden die Feuerwehr Wendthagen-Ehlen und Hörkamp-Langenbruch nachalarmiert. So konnte das Feuer von den ca. 120 Einsatzkräften gelöscht und ein ausbreiten auf andere Gebäude verhindert werden.

Während die Kräfte noch am abbauen waren, wurde um 7:20 der Feuerwehr ein weiteres Feuer eines Dachstuhls in der Innenstadt gemeldet.

Die noch vor Ort befindlichen Einsatzkräfte rückten sofort zu der nur 200 Meter entfernten Einsatzstelle aus. Auch hier qualmte es beim Eintreffen schon aus dem Dach und dem 2. Obergeschoss. Die im Haus befindlichen Personen wurden vom Rettungsdienst und der Polizei aus dem Gebäude geholt. Auch hier stand eine Wohnung im 2. Obergeschoss in Vollbrand. Da die Einsatzkräfte bereits beim ersten Einsatz körperlich stark gefordert wurden, wurde Stadtalarm ausgelöst und auch die restlichen Feuerwehren des Stadtgebietes alarmiert. Außerdem wurde die Feuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren alarmiert. Auch bei dieser Einsatzstelle wurde unter Atemschutz das Feuer von Innen und von Hubrettungsgeräten aus Stadthagen, Bad Nenndorf und Bückeburg bekämpft. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte auch hier das übergreifen auf das direkt angebaute Nachbarhaus verhindert werden. Leider waren auch bei dieser Einsatzstelle 20 Personen verletzt oder mussten betreut werden, weswegen auch hier wieder ein MANV10 ausgelöst wurde. Da die Atemschutzgeräte der Kräfte beim ersten Einsatz bereits benutzt wurden, wurde der Gerätewagen Atem und Strahlenschutz der Kreisfeuerwehr alarmiert, um wieder genug frische Geräte für den 2. Einsatz zu haben. Um die Einsatzleitung in dieser großen Lage zu unterstützen, wurde der Fernmeldezug der Kreisfeuerwehr dazugerufen. Dieser brachte außerdem die Drohne der Kreisfeuerwehr mit, um sich ein Bild aus der Luft zu machen und mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern zu suchen. Im Verlauf wurde das Dach auf der betroffenen Seite fast vollständig abgedeckt und abgelöscht. Um das Feuer endgültig zu löschen haben Kräfte der Absturzsicherungs-Gruppe der Stadtfeuerwehr gesichert noch nachlöscharbeiten im Dachbereich durchgeführt.

Beim zweiten Einsatz waren Insgesamt 230 Einsatzkräfte im Einsatz.    

 

Text/Bild: Feuerwehr Stadt Stadthagen