Dachstuhlbrand in der Rintelner Altstadt

Mit der Alarmmeldung "Dachstuhlbrand" wurden am Samstag Vormittag die Feuerwehren Rinteln, Möllenbeck, Todenmann und die Werkfeuerwehr Lebenshilfe zu einem Einsatz in der Altstadt gerufen.

Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Rinteln an der Einsatzstelle eintrafen, stießen sie auf eine starke Verrauchung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Sechs Bewohner des Hauses und die Einsatzkräfte der Polizei befanden sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Gebäude. Da im Brandobjekt jedoch aktuell elf Personen leben, musste zunächst davon ausgegangen werden, dass sich noch fünf Personen im Gebäude befinden. Der Einsatzleitdienst der Ortsfeuerwehr Rinteln öffnete daher gewaltsam die Wohnungstür im ersten Obergeschoss und durchsuchte die Wohnung gemeinsam mit der Polizei. Zum Glück wurden keine Personen angetroffen.

Aus der Brandwohnung schlugen zu diesem Zeitpunkt die Flammen bereits ins Treppenhaus. Es war daher kein Zutritt mehr möglich.

Die ersten Atemschutztrupps gingen zur Menschenrettung jeweils mit einem C-Strahlrohr im Treppenhaus vor. Zeitgleich ging ein weiterer Atemschutztrupp auf der Rückseite des Gebäudes über den Balkon mit einer Steckleiter vor - ebenfalls ausgerüstet mit einem C-Strahlrohr.

Da sich die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Rinteln zur 20-Jahresinspektion befindet, wurde zu diesem Einsatz die Werkfeuerwehr der Lebenshilfe mit ihrer Hubrettungsbühne hinzugezogen. Der Gelenkmast ging vor dem Haus in Anleiterbereitschaft.

Erst im Verlauf des Einsatzes wurde bekannt, dass die fünfköpfige Familie, die in der Brandwohnung lebt, das Haus bereits vor dem Feuer verlassen hatte. 

Mit einem Hochdrucklüfter wurde das Gebäude belüftet und mit einer Wärmebildkamera wurde nach Glutnestern gesucht. Da keine gefunden wurden, konnte der Einsatz beendet werden.

Die Hausbewohner wurden vom DRK Rettungsdienst betreut. 

Nach dem Einsatz der Feuerwehr wurde das Brandobjekt an die Polize übergeben. Routinemäßig übernahm noch am Samstag eine Tatortgruppe der Polizeidirektion Nienburg/Schaumburg ihre Ermittlungen zur Brandursache.

 

Rauchmelder retten Leben

Auch bei diesem Einsatz spielten Rauchmelder in der Wohnung eine große Rolle. Ihr Alarmton machte die Nachbarn aufmerksam und sorgte letztlich dafür, dass alle anwesenden Bewohner rechtzeitig und unbeschadet das Gebäude verlassen konnten.

Text/Bild: Feuerwehr Rinteln